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without the dog.

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Tempelanlage Wat Pho.
Mittlerweile bin ich schon wieder über einen Monat in Deutschland... meine Thailand-Reise rückt immer mehr in weite Ferne.
Der Alltag ergreift einen schneller als man gucken kann, packt einen an den Schultern und zieht einen einfach mit sich...
Die täglichen Verpflichtungen prasseln einfach ohne zu fragen auf einen nieder und reihen sich wie eine Perlenkette auf und warten darauf, abgearbeitet zu werden...

Zeit zum Nachdenken bleibt kaum... der Motor fängt einfach selbstständig wieder an zu laufen.


Ich bin ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass mich das Leben hier so schnell wieder hat. Natürlich ist es mir am Anfang sehr schwer gefallen, mich hier wieder zurecht zu finden - die Zeit in Thailand war einfach sehr prägend und das alltägliche Leben dort komplett anders als hier.

Mein Leben hier beginnt mit einem feuchten Schlabberkuss von Milo...
(oder ich wache mit schmerzenden schweren Beinen morgens auf, weil der Punktemann sich mal wieder auf mich (statt neben mich) gelegt hat - und ja, eigentlich darf Milo nicht ins Bett. ("eigentlich" - ein Füllwort mit so viel Interpretationsspielraum). Aber er schafft es auch immer wieder, sich einfach mit leisen Pfoten ins Bett zu kuscheln... ich schweife ab.)

... und mein Tag endet mit einem Gute-Nacht-Kuss für den Punktemann.

Auch tagsüber ist Milo durchgehend präsent. Die tägliche Joggingrunde morgens, der abendliche Gassigang in den Sonnenuntergang, Grashalmen beim Wachsen zusehen, sich gegenseitig im Regen jagen, die Rehe im Wald beobachten, sich fragen was der Hund denn da schon wieder frisst, anstrengende Zergelrunden, Kuscheln auf der Couch...



Und plötzlich, von heute auf morgen, war das alles weg! 

Ich hatte den ganzen Tag nur für mich... plötzlich so viel Zeit für mich selbst, viel Zeit zum Nachdenken und Zeit, den Dingen nachzugehen, die ich mit Hund nicht machen kann.
Natürlich kommt dann auch die Frage auf: "Was um alles in der Welt habe ich eigentlich mit so viel Zeit angefangen, als ich noch kein Hundemensch war?"
By the way: Wissen diejenigen unter euch, die einen Hund haben, was sie mit so viel Zeit früher (vor dem Hund) angefangen haben?

Zum Glück war ich ja im Urlaub und mit zwei Mädels und einem Rucksack unterwegs. Gesprächsthemen gab es also viele und ich hatte kaum Gelegenheit, dieser Frage wirklich nachzugehen. Im Gegenteil. Ich bin morgens aufgewacht (und konnte ausschlafen bis um 9/10 Uhr) und vor mir lag ein neuer unbelasteter und unverplanter Tag nur für mich, der nur darauf gewartet hat, von mir gelebt zu werden.

Was ich alles in meiner hundefreien Zeit erlebt habe? Ihr erfahrt es in den nächsten Wochen...
4000+ Bilder brauchen eben seine Zeit ;)



Eins noch.
Viele haben mich nach meiner Reise gefragt, ob mir Milo denn überhaupt gefehlt hätte und ob ich den Urlaub so ganz ohne Hund überhaupt genießen konnte.
JA und JA!
Natürlich hat mir mein kleiner Chaotenclown gefehlt - und trotzdem bin ich ein Mensch, der auch Dinge so ganz ohne Hund genießen kann.

Ich kann mir ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen. Ich wäre ohne Hund ganz ehrlich mit mir selbst überfordert. Was mach ich denn hier mit all der Zeit, die ich jetzt mit meinem Hund zusammen verbringe?! ;)



Aber ich bin ehrlich. Ich genieße es ganz bewusst, auch mal ohne Hund zu sein. Eben kein Hundemensch zu sein. Kein Frauchen. Einfach ICH.
Es gibt einfach noch zu viel, das ich erleben, sehen und bereisen möchte... und wo Milo leider keinen Platz im Koffer - äh Rucksack- hat.



Und trotzdem gibt es auf meinen Reisen immer wieder Momente, in denen ich wieder zum Hundemensch werde. Z.B. in solchen, wo wir eine Tempelanlage besucht haben und ich (fast) nur Augen für die süßen Hundewelpen hatte und ein überdimensional großer Tempel zur Nebensache wird :)

Wie ist das bei euch?
Könnt ihr die Momente ohne Hund auch ganz bewusst genießen?

Viele gepunktete Grüße
Katharina


nicht nur unglaublich süße Hunde haben meinen Weg gekreuzt ;)

Kommentare:

  1. Ja und ich bekomme dafür viel negatives Feedback.
    Mein Freund lebt seit 6 Monaten in München und da kommt es eben vor das ich die Mädchen wenn ich für 2 oder 3 Tage mit dem Zug hinfahre bei meiner Mutti unterbringe.
    Denn München mit all seinen Menschen, Straßen und U-Bahnen ist für die beiden sicherlich kein Genuss - und für mich auch nicht.

    Als ich dies jedoch verlauten ließ erntete ich viele ungläubige Blicke und Kommentare alá "Wieso hast du dir denn Hunde geholt?" "Ich würde meinen nie allein lassen!" "Ohne Hund, ohne mich!" und naja die restlichen sind es nicht wert niedergeschrieben zu werden.

    Das brachte mich zum nachdenken und ich fragte mich ernsthaft ob ich richtig handele.
    Schließlich kam ich zu dem Schluss das es natürlich richtig ist.
    Klar bin ich in erster Linie Hundemama und vermisse meine Mäuse ganz schrecklich wenn ich weg bin. Aber dahinter bin ich ein junger Mensch, der gerne ausgeht und ab und an auch mal Zeit für sich braucht.

    Also ja - ich nehme mir meine kleinen Münchentrips als Zeit für mich (und meinen Freund) und genieße es mal hundlos zu sein. Trotz bissiger Kommentare.

    Ansonsten - ein wunderschöner Beitrag, den ich aus tiefsten Herzen zustimme und ich freue mich schon sehr auf weitere Beiträge zu deiner Reise!

    liebsten Gruß,
    Pauline

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    1. Das ist wirklich sehr schade, dass du dafür so viel negatives Feedback erntest (aber sei beruhigt, auch ich sammle manchmal den ein oder anderen negativen Kommentar). Denn schließlich ist es auch zum Besten für deine beiden Mädels - erst Recht, wenn sie das Stadtleben in der Größe nicht gewohnt sind. Das ist nur Stress für alle und nicht im Sinne der Hunde.
      Ich für meinen Teil kann dich da sehr gut verstehen!

      Ich bin einfach der Meinung, jeder Hundemensch ist auch immer noch ein Teil Mensch (ohne Hund) und sollte das auch so leben und genießen dürfen - ganz egal, wie das nun aussieht.

      Nimm dir die Kommentare der anderen nicht so zu Herzen und genieße die Zeit mit deinem Freund ganz bewusst.

      Liebste Grüße
      Katharina

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  2. Das ist eine gute Frage! Was habe ich vor den Hunden gemacht?
    Ich habe tatsächlich meine freie Zeit mit arbeiten und feiern verbracht! Und zwar so gut wie täglich! Da ich mir schon immer einen Hund gewünscht habe, habe ich mir vor 10 Jahren vorgenommen dass mein Leben sich ändern MUSS! Will ich so weiter machen? Ich war aus vollem Herzen überzeugter Single und habe es richtig krachen lassen.... ne, das war nicht mehr der Plan für die Zukunft! Und da stolperte Ren auf kleinen tapsigen Pfoten in mein Party-Leben! Und das war von heute auf morgen damit beendet und ich gab mich dem Leben der Hundemutti hin! Und das war die beste Entscheidung meines Lebens! Und sogar so gut dass ich mich vor 3 Jahren zu Hund Nr. 2 entschied :)

    Aber natürlich geniesse ich auch das Leben wenn die Hunde mal nicht dabei sind! Wenn ich zB. mal eine Freudin besuche, dann bin ich auch mal ohne Hunde unterwegs! Ich geniesse dann das Ausschlafen! Auch dass man nicht auf die schauen muss dass man auch ja früh wieder zu Hause ist damit die Hunde nicht so lange alleine sein müssen. Ich freue mich aber immer wieder wie Bolle wenn ich nach Hause komme und die 2 mich begrüßen :)

    Ich freue mich schon auf weitere Reiseberichte :)

    Viele liebe Grüße
    Steffi mit Ren & Stimpy

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  3. Ich find es super, wenn man man es kann!
    Bei uns ist es so, dass die Eltern zu krank oder alt sind, die Freunde haben selber einen Hund oder Katzen, so dass wir ihn nirgends unterkriegen.
    Mein Traum ist es, nach Islnad zu reisen. Das ist wohl erst möglich, wenn unser Pan nicht mehr da ist :-(
    Hundepension ist ein Graus für ihn, da leidet er leider sehr...
    Aber ich möchte Pan nicht missen, er bereichert unser Leben sehr, da muss man halt Kompromisse machen! :-)

    LG, Julia & Pan

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